aktualisiert am 25. April 2018

Masterstudium Systemische Sozialarbeit (sysoma)

Von 2009 bis Frühjahr 2018 gab es an der Hochschule Merseburg drei Durchgänge des Masterstudiengangs Systemische Sozialarbeit (2015-2018) . 

Dieser Studiengang ist mittlerweile eingestellt worden, in absehbarer Zeit wird er nicht mehr angeboten. Diese Seiten bleiben dennoch zugänglich, wir hoffen auf NachahmerInnen an anderen Hochschulen.

Wir würden uns auch freuen, wenn die systemischen Weiterbildungsinstitute erkennen könnten, dass für Systemische Sozialarbeit ein eigener Bedarf an Fort- und Weiterbildungen besteht – bspw. mit einem eigenen, bedarfsgerechten Curriculum sowie mit Lehrenden, die sich bewusst als SozialarbeiterInnen (und nicht als TherapeutInnen, SupervisorInnen) verstehen und über die entsprechenden beruflichen Erfahrungen als SozialarbeiterInnen verfügen.

Systemische Ansätze sind in der Sozialarbeit immer mehr gefragt – sowohl von Fachkräften selbst wie auch von ArbeitgeberInnen. Der Merseburger Masterstudiengang Systemische Sozialarbeit (sysoma) wurde von systemischen SozialarbeiterInnen und WissenschaftlerInnen entwickelt und berücksichtig die besonderen Herausforderungen und Kontextbedingungen der Sozialarbeit. In der Zusammenstellung der Lehrinhalte war uns wichtig, dass über Beratung hinaus auch  die anderen Handlungsformen von Sozialarbeit berücksichtigt werden, wie vermitteln und verhandeln, kontrollieren und eingreifen, vertreten, beschaffen oder einfach nur „da-sein“.

Der Masterstudiengang Systemische Sozialarbeit geht auf den vielschichtigen und multiperspektivischen Kontext von Sozialarbeit und die Tätigkeitsfelder der Studierenden ein. Die Lehrenden sind erfahrene SozialarbeiterInnen und WissenschaftlerInnen, die für die professionelle Praxis entscheidende und nützliche Impulse bieten können. Mit seinem breiten Spektrum der Studieninhalte und seinem Bezug zum beruflichen Alltag der Studierenden beflügelt er, gibt neue Impulse, die sich unmittelbar umsetzen lassen, und fördert sowohl die professionelle Identität als auch das Selbstbewusstsein als SystemikerInnen und SozialarbeiterInnen.

Das Studium dauert zweieinhalb Jahre und findet in Kursblöcken von monatlich 3 bis 5 Tagen statt, so dass es berufsbegleitend studiert werden kann. Die Studiengebühren betragen insgesamt 11.980 Euro (monatlich 380 Euro), finanzielle Förderungen sind unter bestimmten Bedingungen möglich. Voraussetzung für die Teilnahme sind ein Diplom- oder Bachelorabschluss. Das Studium kann auch als Weiterbildung „Zertifikatskurs Systemische Sozialarbeit“ belegt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für systemische Pädagogik (DGsP) vergibt auf Antrag an die AbsolventInnen dieses Studiengangs das Zertifikat „Systemische/r Sozialarbeiter/in (DGsP)“.

Der Masterstudiengang Systemische Sozialarbeit wird gegenwärtig zum vorerst letzten Mal durchgeführt. 

Ob und wann ein weiterer Durchgang erfolgen wird, ist nicht absehbar. Wir würden uns freuen, wenn auch KollegInnen an anderen Hochschulen solche und ähnliche Masterstudiengänge und Weiterbildungen in Systemischer Sozialarbeit entwickeln würden.