Mindestens sieben Möglichkeiten – die Vielfalt systemischer Sozialarbeit.

Am 14. und 15. November fanden sich über 150 PraktikerInnen und WissenschaftlerInnen der Sozialen Arbeit und angrenzenden Professionen  aus der Region, aus ganz Deutschland und Österreich an der Hochschule Merseburg zur Fachtagung „Mindestens sieben Möglichkeiten – die Vielfalt systemischer Sozialarbeit“ ein. Rund 25 ReferentInnen aus Praxis und Wissenschaft stellten in Workshops und Vorträgen praktische und theoretische Konzepte zur systemischen Sozialarbeit vor. Nicht nur die eingeladenen ReferentInnen verfügten über Ressourcen, unter den TeilnehmerInnen fanden sich eine mindestens ebenso große Vielfalt an Wissen, an Erfahrungen, Kompetenzen und Fähigkeiten, die u.a. im Rahmen von sogenannten “Spontanworkshops” zur Geltung kamen: Wer Lust hatte, konnte spontan eine Gesprächsrunde anbieten. Diese Besonderheit fand reges Interesse und die Spontanworkshops wurden als Erfahrungsaustausch und Wissensvermittlung genutzt.

Am Freitagabend las die Berliner Autorin Felicia Zeller auf lebendige Weise und mit Hilfe eines Stimmverzerrers aus ihrem Stück „Kaspar Häuser Meer“ gleich drei Rollen. Das Stück stellt auf eindrucksvolle Weise die schwierige Situation von Mitarbeiterinnen in Jugendämtern dar. Eine wortspielerische Zusammenfassung der Tagung lieferte der Rapper Marcelemcy am Samstag mit seiner “Reflexion in Rap” (Text und Musik M. Heinrich 2008, www.marcelemcy.de, hier der Download des Liedes, Achtung ca. 12 MB! und des Text), die nicht nur die jüngeren TeilnehmerInnen begeisterte. Insgesamt war die Veranstaltung in den Augen der TeilnehmerInnen offenbar gelungen.

Ein Dank an die Hinterfrauen und -männer

Veranstalter der Tagung war Johannes Herwig-Lempp vom Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur der  Hochschule Merseburg. Mit ihm gemeinsam haben neben den ReferentInnen viele tatkräftige Personen zum Gelingen der Tagung beigetragen, die hier einmal ausdrücklich gewürdigt werden sollen: Zunächst die rund 20 überaus freundlichen HelferInnen aus der Studentenschaft, die – sie waren an ihren roten Schals zu erkennen –  im Tagungsbüro, im Tagungscafé und überall sonst ehrenamtlich um das Wohl der ReferentInnen und TeilnehmerInnen besorgt waren. Aber auch hinter den Kulissen wirken an der Hochschule, unsichtbar für die TeilnehmerInnen, viele Menschen mit, damit so ein Event gelingen kann: Das Hausmeisterteam um Herrn Strauch bereitete die Räume vor, die Frau Scheubeck und ihre KollegInnen durch ihre Organisation freigestellt hatten und die von den Putzkräften gesäubert sowie von den MitarbeiterInnen der Pforte verwaltet und gesichert wurden. Herr Jensch trug entscheidend  zum Funktionieren der Technik bei. Die MitarbeiterInnen von der Grundstückspflege, Frau Händler, Frau Fischer und Frau Kertitschka zauberten wunderschöne Gestecke, die das Gebäude 144 in einen eindrucksvollen Tagungsort verwandelten. Nicht zu vergessen Frau Kalepky und Frau Klünder aus dem Sekretariatsdekanat für Soziale Arbeit.Medien.Kultur, die den Organisatoren mit Material, Wissen und aufmunternden Worten zur Seite standen. Frau Wilsdorf von der Öffentlichkeit organisierte die Pressearbeit. Und alles umsichtig koordiniert hat die frisch am Fachbereich Soziale Arbeit absolvierte Julia Hille, die auch den geplanten Masterstudiengang Systemische Sozialarbeit organisatorisch betreuen und koordinieren wird. Allen diesen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für eine gelungene Fachtagung. Denn neben den anregenden, inhaltsreichen Programmpunkten hat die angenehme und entspannte Atmosphäre zum Gelingen beigetragen.

Veröffentlichungen

Die Zeitschrift KONTEXT wird in ihrem Heft 2/2009 elf Beiträge der Tagung in einem Themenheft veröffentlichen.

Kooperationspartner

Kooperationspartner und damit finanzielle und ideelle Unterstützer der Tagung waren die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF), der Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur der Hochschule Merseburg, die Deutsche Gesellschaft für Systemische Soziale Arbeit (DSSA), der Fachbereich Soziale Arbeit der Universität Bamberg und die Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule Coburg.

Die nächste Tagungen

Diese Fachtagung stand in der Tradition der Fachtagungen zur Systemischen Sozialarbeit in Merseburg (2004), in Bamberg (2005), in Kiel (2006) und in Freiburg (2007). Im kommenden Jahr wird voraussichtlich eine weitere Fachtagung zum Thema Sie kommen!!! Systemische Gesichter aufsuchender Hilfen in der Sozialen Arbeit” am 20./21. November 2009 in Neubrandenburg folgen (wenn Sie zukünftig in unseren Verteiler für diese Tagungen und weitere Informationen zur Systemischen Sozialarbeit aufgenommen werden wollen, schicken Sie uns eine Mail mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Ihrer E-Mail-Adresse).

Die nächste Tagung in Merseburg zur Systemischen Sozialarbeit wird möglicherweise in zwei Jahren zum Abschluss des ersten Masterstudiengangs Systemische Sozialarbeit stattfinden – “schau ‘mer mal!”

Nach-Sicht
Programm
Organisation
Kontakt

Plakat und Flyer zur Tagung:

Poster-SysFTkl vorschau