aktualisiert am 8. November 2014

Lehr- und Lernformen

Das Studium findet in unterschiedlichen Lehr- und Lernformen statt: Neben dem Präsenzstudium an der Hochschule Merseburg sind Praxistraining und Projekte, das Lernen in Kollegialen Studiengruppen sowie das Selbststudium zentrale Bestandteile.

  • Das Präsenzstudium an der Hochschule Merseburg findet überwiegend in Seminaren statt, daneben auch in Form von Vorlesungen, Übungen und Exkursionen (einschließlich einer einwöchigen Auslandsreise). Hierzu gehören auch die Prüfungen.
  • Praxistraining und Projekte bieten eine zeitnahe Umsetzung und experimentelle Erprobung des Gelernten im beruflichen Alltag.
  • Die Kollegiale Studiengruppe bietet Raum für Beratung, Training, Reflexion, kritische Diskussion, Unterstützung und Begleitung der Lehre und der Praxiserfahrungen. Sie beinhaltet auch die Supervision (mit einer externen SupervisorIn).
  • Das Selbststudium dient der Vertiefung und Erweiterung der Kenntnisse und Fähigkeiten und schließt die Prüfungsvorbereitung mit ein.

Ziel ist es, den Kenntnis- und Wissenserwerb, die fundierte Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragestellungen und Forschungsergebnissen sowie die Fähigkeit zu überzeugender Darlegung und Begründung des eigenen professionellen Handelns zu verbinden mit der Aneignung systemischer Handlungskompetenzen.

Grundsätze einer systemischen Didaktik

Das Konzept der systemischen Didaktik des Masterstudiengangs basiert auf den Grundannahmen des Konstruktivismus. Hieraus leiten wir unsere Grundsätze einer systemischen Didaktik ab.

Systemische Sozialarbeit zu lehren und zu lernen bedeutet für uns:

  • in der Lehre an das Vorwissen der Studierenden und ihrer Sichtweisen bewusst anzukoppeln, sie zu berücksichtigen und zu nutzen,
  • das Gelehrte als ein Angebot für die Studierenden zu begreifen und Lernen als einen aktiven Konstruktionsprozess der Lernenden zu verstehen,
  • Studieninhalte aus unterschiedlichen Perspektiven vorzustellen und dabei davon aus zu gehen, dass auch wissenschaftliche Theorien keine endgültigen Wahrheiten formulieren,
  • Lehren als die (angemessene) Verstörung bisheriger Denk- und Handlungsmöglichkeiten zu begreifen
  • den Studierenden die Möglichkeit zu eröffnen, gelehrte Theorien, Haltungen und Methoden in Bezug zu den angestrebten Zielen und möglichen Problemlösungen zu beurteilen,
  • den Studierenden vielfältige Möglichkeiten interaktiven und experimentellen Lernens zur Verfügung zu stellen und Lernen immer als autonomen Prozess der Wissensaneignung zu begreifen,
  • durch anregende Lernumgebungen Neugierde, Staunen und Zweifeln der Studierenden zu nutzen, um ein Lernen mit Spaß zu ermöglichen,
  • uns, ausgehend vom Curriculum, auch an den Erkenntnisinteressen der Studierenden zu orientieren.