Zweistufige Weiterbildung (Grund- und Aufbaukurs)

„Theorien und Methoden der Systemischen Sozialarbeit“

Grundkurs (1. Teil): Oktober 2009 bis Juli 2010

Aufbaukurs (2. Teil): September 2011 bis Mai 2011

an der Hochschule Merseburg (FH), Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur

Leitung: Prof. Dr. Johannes Herwig-Lempp

Systemische Konzepte und Theorien spielen in der Sozialarbeit zunehmend eine große Rolle. Wurden diese bislang vor allem in Weiterbildungen für Familientherapie und Beratung angeboten und mussten von SozialarbeiterInnen selbständig auf ihr Berufstätigkeit übertragen werden, ist diese Weiterbildung direkt auf das Arbeitsfeld der Sozialarbeit übertragen. Die Handlungskonzepte von Auftrags-, Ressourcen- und Lösungsorientierung sowie die systemischen Theorien werden berufsbezogen vermittelt und können von den TeilnehmerInnen der Weiterbildung unmittelbar und reflektiert in ihrem Arbeitsalltag umgesetzt werden. Die Vielfalt der Handlungsarten der Sozialarbeit (beraten, begleiten, eingreifen, vermitteln, vertreten, beschaffen, begleiten, verwalten, lernen, werben) werden ebenso berücksichtigt wie die Vielfalt ihres „Gegenstands“ (Arbeitsfelder, Anforderungsbereiche).

Durch die Weiterbildung erwerben die TeilnehmerInnen das aktuelle Wissen des systemischen Ansatzes in der Sozialarbeit und die Fähigkeit, diesen Ansatz theoretisch und praktisch auf bekannte und neue Probleme in den verschiedenen Arbeitsfeldern und den unterschiedlichen Arbeitsebenen der Sozialarbeit anzuwenden – im Umgang mit KlientInnen ebenso wie im Umgang mit KollegInnen, MitarbeiterInnen, bei der Leitung einer Einrichtung oder Abteilung wie auch bei der Weitervermittlung von Wissen an andere (Teamteaching, Fortbildung, Publikation).

Das Merseburger Angebot unterscheidet sich von bestehenden vergleichbaren Weiterbildungen durch die Ausweitung der Ausrichtung über Beratung und Therapie hinaus auf die Vielfalt der Handlungsarten bis hin zu Leitung und Weitervermittlung ebenso wie durch das Studium Generale, das u.a. auch einen Kurs Fachsprache Englisch sowie eine fachbezogene Auslandsreise einschließt. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist schließlich, dass die Lehre von einer Vielzahl von DozentInnen geleistet wird (sowohl anerkannten WissenschaftlerInnen als auch erfahrenen PraktikerInnen) und dadurch unterschiedlichste Orientierungsmöglichkeiten bietet.